Psychologisches Drama · Schwarzer Humor

A. Nima

Ein psychologisches Kammerspiel

Ein Paket für einen Menschen, den es nicht gibt.
Illustration zu A. NimaWer zum Teufel ist A. Nima?
Spieldauerca. 120 Minuten
Besetzung3 Rollen · 2 m / 1 w
Spielbar3 Darstellende
StatusText verfügbar

Worum geht es?

Ein Paket für einen Menschen, den es nicht gibt.

David lebt zurückgezogen in einer kargen Wohnung, fest eingerichtet in einem Alltag, der möglichst wenig Überraschungen bereithält. Dann steht vor seiner Tür ein Paket für „A. Nima“ – einen Menschen, den es im Haus nicht gibt. Obwohl David die Sendung ignorieren könnte, beginnt er sie zu öffnen. Darin liegen scheinbar zusammenhanglose Gegenstände: ein blaues Tuch, eine Taschenuhr und ein zerbrochener Spiegel.

Mit jedem Fundstück verschiebt sich die Wirklichkeit. Erinnerungen tauchen auf, Gewissheiten zerfallen und die geheimnisvolle Nachbarin Magda scheint mehr über das Paket und seinen Empfänger zu wissen, als sie zugibt. Ihre Andeutungen locken David tiefer in eine Vergangenheit, die er nicht vergessen hat, sondern mit großer Anstrengung von sich fernhält.

Im Spiegel begegnet David schließlich Nox: jünger, schärfer, zynischer – und für das Publikum leibhaftig sichtbar. Nox kommentiert, provoziert und widerspricht, bis nicht mehr sicher ist, wer hier wen beobachtet. Aus dem Rätsel um eine falsche Adresse entsteht ein psychologisches Kammerspiel über Schuld, Identität und die Frage, wie lange ein Mensch vor dem verborgen bleiben kann, was er selbst am besten kennt.

Figuren

01David

Ein müder, melancholischer Mann Mitte vierzig, der sich in seinem geordneten Alleinsein eingerichtet hat. Er reagiert mit Skepsis und trockenem Humor auf alles, was seine sorgfältig begrenzte Welt stört – und kann dem falsch adressierten Paket dennoch nicht widerstehen. Unter seiner kontrollierten Oberfläche arbeiten Erinnerung, Schuld und die Angst vor einer Wahrheit, die längst zu ihm unterwegs ist. David trägt das Stück vom alltäglichen Realismus bis an die Grenze seiner eigenen Wahrnehmung.

02Magdalena / Magda

Davids elegante und rätselhafte Nachbarin, eine ältere Frau mit kontrollierter Stimme, schwarzen Handschuhen und einer auffälligen Mischung aus Nähe und Distanz. Sie spricht in Andeutungen, scheint Davids Reaktionen vorauszuahnen und führt ihn behutsam wie unerbittlich an die verschlossenen Räume seiner Vergangenheit. Ob Magda Helferin, Anklägerin oder selbst Teil des Rätsels ist, bleibt lange in der Schwebe.

03Nox

Davids jüngeres, provokantes Gegenüber im Spiegel – sichtbar gewordener innerer Kritiker, verdrängte Stimme und vielleicht mehr als beides. Nox ist schnell, sarkastisch und ohne jede Rücksicht auf Davids Selbstschutz. Er spricht aus, was David verschweigt, verspottet dessen Ausflüchte und verschiebt fortwährend die Grenze zwischen Erinnerung und Gegenwart. Die Rolle lebt von Präsenz, sprachlicher Präzision und der beunruhigenden Vertrautheit zwischen beiden Männern.

Nächster Schritt

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Fragen zur Besetzung, Bühne oder Spielbarkeit beantwortet Thomas Haselmann direkt und ohne Umwege.